Rom Er wollte einen „Supersieg“, die „Räumung“ der Regierung in Rom und das große eigene Comeback – doch Italiens Oppositionschef Matteo Salvini hat mit seiner rechtspopulistischen Lega bei einer wichtigen Regionalwahl einen Dämpfer bekommen. In der Emilia-Romagna schaffte es die Lega-Kandidatin nicht, den sozialdemokratischen Kandidaten aus dem Amt des Regionalpräsidenten zu drängen. Salvini hatte gehofft, die „rote Hochburg“ zu erobern und somit die ungeliebte Regierungskoalition in Rom ins Wanken zu bringen.

Zwar bedeutet das Wahlergebnis für die zerstrittene Allianz aus Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten (PD) unter der Führung des parteilosen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte erstmal Durchatmen. Aber vor allem die Sterne erlebten ein riesiges Debakel und kamen nur noch auf rund drei Prozent der Stimmen. Ein Absturz: Bei der Parlamentswahl 2018 hatte die einstige Protestbewegung noch gut 33 Prozent bekommen.

Unermüdlich war Ex-Innenminister Salvini vor der Wahl durch die industriestarke Region in Norditalien gereist. Würde auch die Emilia-Romagna wie schon mehrere andere Regionen nach rechts rücken, hätte Salvini mit diesem historischen Sieg mehr Druck für eine landesweite Neuwahl machen können. Und solch eine würde er nach derzeitigen Umfragen gewinnen. Aber: Seine Kandidatin Lucia Borgonzoni kam „nur“ auf rund 43 Prozent. Der Mitte-Links-Kandidat Stefano Bonaccini siegte klar mit 51 Prozent.

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