WEIMAR Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hält trotz der Proteste mehrerer Länder an dem Feldversuch mit überlangen Lastwagen fest. Sein Ziel bleibe es, die Testfahrten der sogenannten Gigaliner im kommenden Jahr durchzuführen, sagte Ramsauer am Donnerstag nach der Verkehrsministerkonferenz auf Schloss Ettersburg bei Weimar.

Bei den zweitägigen Beratungen hatten sich acht Länder gegen weitere Feldversuche ausgesprochen. Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen hätten sich dafür ausgesprochen, sagte Thüringens Verkehrsminister Christian Carius (CDU). Sachsen-Anhalt habe sich enthalten.

Ramsauer sagte, eine Konfrontation mit den Ländern sehe er nicht, sondern nur unterschiedliche Einschätzungen. Der Feldversuch werde in den Arbeitsgruppen des Ministeriums vorbereitet. Bis Anfang Dezember werde ein Zwischenbericht die Arbeitsgrundlage für weitere Gespräche mit den Ländern geben, deren Zustimmung er aber nicht für erforderlich hält.

BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf erklärte, die deutsche Industrie unterstütze den Feldversuch für Lang-Laster. Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, sagte hingegen: „Ein Monstertruck-Test, den die Menschen nicht wollen, der gegen geltendes Recht verstößt und den die Mehrheit der Länder ablehnt, ist nicht mehr vermittelbar.“

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Unterstützung bekundeten die Länderverkehrsminister für Ramsauers Ankündigung, die Winterreifenpflicht so schnell wie möglich gerichtsfest zu machen. Dabei stehe nicht das Kassieren von Bußgeldern im Vordergrund, sondern die Fahr- und Rechtssicherheit. In die Straßenverkehrsordnung solle aufgenommen werden, unter welchen Wetterbedingungen Winterreifen aufgezogen werden müssen.

Für Lastwagen soll im kommenden Jahr auch auf gut der Hälfte aller vierspurigen Bundesstraßen Maut fällig werden. Rund 2000 Kilometer kämen dafür in Frage, sagte Ramsauer. Insgesamt gebe es 3800 Kilometer solcher Straßen. Maut solle aber nur auf mindestens fünf Kilometer langen Abschnitten erhoben werden und nicht in Orten.

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