[SPITZMARKE]STUTTGART STUTTGART/DPA - Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche hat bei seinem Sorgenkind Smart die Reißleine gezogen. Um die Milliardenverluste bei der Kleinwagensparte zu stoppen, trennt sich der Autobauer von seinem Viersitzer Forfour. Rund 300 Stellen am Standort Böblingen sollen durch den Strategiewechsel wegfallen, teilte der Stuttgarter Autokonzern mit. Die Kosten für den Schritt wurden auf rund eine Milliarde Euro beziffert.

Im Gegenzug soll der Zweisitzer Smart Fortwo vollständig in die Mercedes-Organisation integriert und das Modell fester Bestandteil des Produktportfolios von Daimler-Chrysler werden. Mit dem zweiten milliardenschweren Sanierungsprogramm will das Unternehmen dem Ziel einen großen Schritt näher kommen, die defizitäre Kleinwagenmarke 2007 erstmals in die schwarzen Zahlen zu bringen. Vorstand und Aufsichtsrat müssen den Plänen noch zustimmen.

Der Gelsenkirchener Automobilwissenschaftler Ferdinand Dudenhöffer nannte die Entscheidung zwar überraschend, aber konsequent. „Der Viersitzer hatte keine Zukunft.“ Die Integration in die Mercedes Car Group sei richtig, denn sie passe von der Kosten- wie auch von der Händlerseite. „Dadurch wird auch vieles vereinfacht“, meinte der Wissenschaftler von der Fachhochschule Gelsenkirchen.

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