BERLIN Der Kriminologe Christian Pfeiffer hat die Thesen der ehemaligen Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig zur eskalierenden Jugendgewalt als haltlos bezeichnet.

Die im Juli durch Suizid aus dem Leben geschiedene Juristin beklagt in ihrem vor wenigen Wochen erschienenen Buch „Das Ende der Geduld“ eine zunehmende Brutalisierung von Kindern und Jugendlichen.

Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, spricht in einem vorab veröffentlichten Beitrag für das Magazin „Cicero“ von „Fehleinschätzungen“. Den Thesen Heisigs liege eine viel zu enge Perspektive zugrunde. Die Juristin war Jugendrichterin im Berliner Problembezirk Neukölln.

Der Kriminologe verweist auf statistisches Datenmaterial. So seien sogenannte Raufunfälle auf Schulhöfen zwischen den Jahren 1997 und 2007 bundesweit um 44 Prozent zurückgegangen.

Zudem sei auch die Zahl der Tötungsdelikte in dieser Altersgruppe zwischen den Jahren 1993 und 2009 ebenfalls signifikant gesunken. Eine ähnlich rückläufige Entwicklung zeige sich auch bei Raubdelikten Jugendlicher sowie bei gefährlichen beziehungsweise schweren Körperverletzungen.

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