Giftanschlag auf einen Ex-Doppelagenten – spannender hätte es Krimiautor Ian Fleming nicht schreiben können. Sergej Skripal (67) und seine Tochter Julia (33) waren am 4. März in der englischen Kleinstadt Salisbury bewusstlos auf einer Parkbank entdeckt worden. Sie wurden mit einer geringen Menge des Nervengifts Nowitschok in flüssiger Form vergiftet und entkamen nur knapp dem Tod.

Skripal hatte früher für den russischen Militärgeheimdienst GRU gearbeitet und dem britischen MI6 Informationen weitergeleitet. 2004 flog er auf. Er wurde in Russland zu 13 Jahren Lagerhaft verurteilt. Bei einem Gefangenenaustausch kam er 2010 nach Großbritannien.

Verdächtige Todesfälle wären in der Familie Skripal nicht Neues gewesen: Bereits 2012 starb seine Frau Ljudmila in Salisbury an einem Krebsleiden, 2016 dann Skripals in Russland lebender Bruder bei einem Autounfall. 2017 starb Skripals Sohn Alexander bei einem Urlaub in St. Petersburg. Als Todesursache wurde damals ein Leberversagen angegeben. Doch die Familie bezweifelte diese Diagnose.

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