Papst Franziskus will die Vatikanarchive mit Dokumenten aus dem Pontifikat von Papst Pius XII. (1876-1958) öffnen, der in der NS-Zeit amtierte. Wissenschaftlern werde der Zugang ab März 2020 ermöglicht, das Verhalten im Umgang mit den Nationalsozialisten kritisch zu erforschen.

Der gebürtige Römer und Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli wurde am 2. März 1939 zum Papst gewählt. Dessen passives Vorgehen sei mitunter als Zurückhaltung ausgelegt worden, sagte Franziskus. Dabei habe Pius vielmehr versucht, in Zeiten finsterster Dunkelheit und Grausamkeit, „die Flamme humanitärer Initiativen, im Verborgenen ausgeübter aktiver Diplomatie und eine Hoffnung auf die mögliche Öffnung von Herzen am Leben zu halten“.

Schriftsteller Rolf Hochhuth löste 1963 mit der Veröffentlichung seines Theaterstücks „Der Stellvertreter“ über Pius XII. eine anhaltende Kontroverse aus.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.