Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner hat seiner SPD nach der schweren Niederlage bei der Landtagswahl eine selbstkritische Bestandsaufnahme empfohlen. Der 43-Jährige kündigte am Donnerstag nach zehn Jahren den Rückzug aus dem Senat an.

Die Entscheidung habe er nach langer Erwägung und überwiegend aus persönlichen Gründen getroffen. Er verwies auf „Reibungsverluste und Bremsspuren“ in der Auseinandersetzung. Dass Günthners Ausscheiden etwas mit dem Streit um den Offshore-Hafen Bremerhaven zu tun habe, dementierte er. „Es hat ausschließlich persönliche Gründe. Man muss sich selbst hinterfragen und darf nicht am Sessel kleben“, betonte der 43-Jährige. „Das muss aber am Ende des Tages jeder für sich selbst entscheiden.“

Mit einer progressiven Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei halte er einen Aufbruch zweifelsfrei für möglich. „Aber es ist eben die Frage, ob er mit demselben politischen Personal möglich ist.“

Günthner ist Chef der Bremerhavener SPD. Er will sein Mandat in der Bürgerschaft (Landtag) wahrnehmen und sich auf den Posten des SPD-Fraktionsvizes bewerben. Seit 24. Februar 2010 ist er Senator für Wirtschaft und Häfen sowie Senator für Justiz.

In Bremen hatten am Mittwoch die rot-grün-roten Koalitionsverhandlungen begonnen. Bei der Bürgerschaftswahl am 26. Mai war eigentlich die CDU nach mehr als sieben Jahrzehnten erstmals stärkste Kraft geworden. Die Grünen hatten zunächst auch mit Union und Liberalen sondiert, entschieden sich aber für Verhandlungen über ein Linksbündnis. Die neugewählte Bürgerschaft soll am 3. Juli zusammenkommen.

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