Sanft, so kommt Luigi Di Maio rüber. Statt lautstarker Parolen tritt er nach dem Wahl-Triumph eher leise auf. Bloß sieben Minuten dauert seine Ansprache. Den Spitzenkandidaten einer Protest- oder Populistenpartei stellt man sich irgendwie anders vor. Luigi Di Maio ist eher der Typ netter Schwiegersohn: adretter Anzug und Krawatte, weiße Zähne, schwarzes Haar. Mit nur 31 Jahren hat er bei der Parlamentswahl in Italien die Sterne zur stärksten Partei gemacht. Di Maio ist das komplette Gegenteil des Parteigründers und Kabarettisten Beppe Grillo. Moderat und nicht auf Krawall gebürstet. Di Maio hat als Studienabbrecher mit Erfahrungen als Kellner und Steward im Fußballstadion eine typische Sterne-Karriere hingelegt: Ungewöhnlich und wenig politisch. Gerne von seinen Gegnern wegen grammatikalischer Fehler hochgenommen, gelang ihm so der Aufstieg in der Anti-Establishment-Partei.

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