Maltas Premierminister Joseph Muscat (45) war lange beliebt gewesen beim Volk, obwohl es schon länger Zweifel an seinem engeren Zirkel gab im Korruptionsfall der sogenannten Malta Papers und des Mordkomplotts an der Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia vor zwei Jahren. Doch in den vergangenen zwei Wochen schlug die Stimmung um. Nun will der Sozialdemokrat Anfang 2020 zurücktreten – nach fast sieben Jahren im Amt.

Muscats Vater war Inhaber eines kleinen Geschäfts, seine Mutter kam aus der Landwirtschaft. Er studierte Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft an den Universitäten Malta und Bristol, arbeitete danach als Journalist für Medien der Malta Labour Party (MLP).

Muscat war zuvor schnell in der MLP-Jugendorganisation aufgestiegen, deren Chef er ab 1997 war. 2004 zog er für den damaligen EU-Neuling Malta ins Europaparlament. Nach der Niederlage der MLP bei den maltesischen Parlamentswahlen 2008 und dem Rücktritt des Parteichefs wurde Muscat zu dessen Nachfolger gewählt. Bei der nächsten Wahl 2013 errang die MLP mit ihm an der Spitze die Mehrheit. Bei der vorgezogenen Wahl 2017 anlässlich der Korruptionsvorwürfe konnte Muscat die absolute Mehrheit verteidigen.

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