Kurz nach der Bekanntgabe seiner Bewerbung um den CDU-Vorsitz beim Parteitag in Hamburg ist Kritik an Friedrich Merz und seiner Tätigkeit für den Vermögensverwalter Blackrock laut geworden. Die Organisation Lobby-Control sprach von einem „wirtschaftsliberalen Politprofi und Lobbyisten“, der zwischen den Welten von Politik und Wirtschaft wandere. Der 62-Jährige ist Aufsichtsratschef von Blackrock Deutschland.

Merz ist mit der Richterin Charlotte Merz verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Arnsberg im Sauerland. Seine politische Karriere nahm zunächst einen steilen Aufstieg. Von 2000 bis 2002 war er Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und somit Oppositionsführer, von 1998 bis 2000 sowie 2002 bis 2004 stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion. Nachdem die Parteivorsitzende Angela Merkel nach der Bundestagswahl 2002 den Fraktionsvorsitz für sich beanspruchte, wurde Merz zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. Im Dezember 2004 trat er von diesem Amt zurück.

Wirtschaft und Finanzen waren die Themen, mit denen sich Friedrich Merz am meisten befasste – schon in seiner Zeit als aktiver Politiker arbeitete er parallel für eine internationale Anwaltskanzlei.

2009 beschloss Merz, sich gänzlich aus der Politik zurückzuziehen. Zu dieser Zeit nahm Merz’ Karriere in der Finanzwelt Fahrt auf, mitten in der Finanzkrise. Der Bankenrettungsfonds, die sogenannte SoFFin, gab ihm 2010 den Auftrag, die kriselnde WestLB zu verkaufen. Laut Medienberichten sollte Merz für diesen Job 5000 Euro pro Tag bekommen.

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