Er wird als Meister der Angst beschrieben: Erich Fritz Emil Mielke, der 1907 in Berlin als Sohn eines Stellmachers geboren wurde. Mielke wuchs im „Roten Wedding“ auf, wurde 1921 Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), später Mitglied der Jugendorganisation des Roten Frontkämpferbundes (RFB) und 1927 der KPD. Als Angehöriger des KPD-Parteiselbstschutzes nahm er am 9. August 1931 an der Ermordung von zwei Polizisten auf dem Bülowplatz teil und floh anschließend in die Sowjetunion.

Dort absolvierte er verschiedene Lehrgänge, diente als Offizier der republikanischen Armee im Spanischen Bürgerkrieg. Er hielt sich in Belgien auf, wurde in Frankreich interniert und 1944 in die Organisation Todt eingegliedert.

Im Juni 1945 profilierte sich Mielke, nach Berlin zurückgekehrt, als Polizeipolitiker. 1949 bekam er den Auftrag, die Staatssicherheit der DDR aufzubauen, und wurde 1957 ihr Minister. Mielke war ein Stalinist und stellte die Weichen für den massiven Ausbau des Überwachungsapparates in der DDR. 1989, kurz vor dem Mauerfall, trat Mielke als Minister und dann auch als Politbüromitglied zurück. Berühmt geworden ist seine einzige Volkskammerrede, in der er sich unbelehrbar zeigte („Ich liebe doch alle“). Wegen der Ermordung der beiden Polizisten aus dem Jahr 1931 wurde Mielke 1993 zu sechs Jahren Haft verurteilt. Er wurde bereits 1995 entlassen. Mielke starb im Jahr 2000.

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