Er hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass er zurück in die Thüringer Staatskanzlei wollte: Mehr als vier Monate nach der Landtagswahl hat es Bodo Ramelow geschafft. Der 64-Jährige, der 2014 erster Ministerpräsident der Linken in Deutschland wurde, wird nun Chef einer Übergangsregierung auf Zeit.

Ramelow gilt als der etwas andere Linke: Er stammt aus Niedersachsen und kam nach dem Mauerfall als Gewerkschafter von Hessen nach Thüringen. Er bezeichnet sich als Sozialist und Christ. Ramelow hat keine SED-Vergangenheit und vermied als Chef einer rot-rot-grünen Landesregierung in den vergangenen Jahren alles, was ihn auch nur in den Ruf eines Parteisoldaten bringen könnte. Stattdessen kultivierte er sein Image als Landesvater. Ramelow, der Thüringen kreuz und quer bereist, sehr direkt auf Menschen zugeht und emsig seine Botschaften auf Twitter tippt, kommt bei vielen Bürgern an.

Seine politische Karriere begann Ramelow 1999. Damals zog er für die damalige PDS in den Thüringer Landtag ein. Machtbewusst und wortgewandt stieg er schon zwei Jahre später zum Fraktionschef und Oppositionsführer im Parlament auf. 2005 wurde er in den Bundestag gewählt, wo er eine Legislaturperiode blieb.

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Ramelow ist verheiratet und hat aus erster Ehe zwei erwachsene Söhne.

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