Die Rolle des Oppositionschefs passte so ganz und gar nicht zu ihm. Christian Kern war erfolgreicher Manager, zeitweise Lichtgestalt der Sozialdemokraten in Österreich und Kurzzeit-Kanzler. Jetzt hat der 52-Jährige nach nur zehn Monaten als wichtigster Gegenspieler von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) aufgegeben.

„Er war immer der Typus Kanzler, und nicht der Typus Oppositionschef und Parteiführer“, meint der Politikwissenschaftler Peter Filzmaier. Kern, mit seinen smarten Auftritten in Slim-Fit-Anzügen auch äußerlich ein Manager-Typ geblieben, verlässt die Politik. Der Schritt erfolgt gut zwei Wochen vor dem SPÖ-Bundesparteitag, auf dem die Sozialdemokraten die Weichen für die Rückkehr an die Macht stellen wollen. Die Genossen ringen trotz aller ausgefeilten Strategiepapiere immer noch mit dem richtigen Kurs in der Migrationsfrage und der Frage: Wie halte ich es mit der rechten FPÖ?

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