Eine Ohrfeige für Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger beim CDU-Parteitag 1968 machte die damals 29 Jahre alte Beate Klarsfeld berühmt. Die Deutsch-Französin, die an diesem Mittwoch 80 Jahre alt wird, wollte mit der spektakulären Aktion gegen Kiesingers Vergangenheit als Nazipropagandist protestieren. „Mein Anliegen war, dass er zurücktreten musste“, erzählt Klarsfeld über 50 Jahre später. Dieses Ziel erreichte sie nicht: Kiesinger regierte bis 1969 und wurde dann vom SPD-Politiker Willy Brandt abgelöst.

Gemeinsam mit ihrem französischen Mann Serge machte sich die gebürtige Berlinerin das Aufdecken ungeahndeter Nazi-Verbrechen zur Lebensaufgabe. Den einstige Gestapo-Chef und „Schlächter von Lyon“ Klaus Barbie spürten die Klarsfelds in Bolivien auf. Das Ehepaar bekam am 20. Juli 2015 – dem Jahrestag des Attentats gegen Adolf Hitler – in Paris das Bundesverdienstkreuz verliehen.

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