Oldenburg Im Vergleich zu anderen Ländern hängt vom Bundeskanzler „unheimlich viel ab“, sagt Prof. Dr. Dr. Volker Boehme-Neßler von der Universität Oldenburg. Der bundesweit anerkannte Rechtswissenschaftler sagt zur Bedeutung des Amtes: „Sollte Angela Merkel nicht mehr handlungsfähig sein, und das nicht nur zwei oder drei Wochen, sondern zum Beispiel drei Monate, dann müsste ein neuer Kanzler gewählt werden.“ Auch Vizekanzler Olaf Scholz könnte das Amt dann nicht mehr stellvertretend ausüben, denn nur die Kanzlerin hat laut Grundgesetz die „Richtlinienkompetenz“.

Sollte Merkel schwer an Covid-19 erkranken, hätte das bei der Bevölkerung eine „deutliche Beunruhigung“ zur Folge, vermutet der Rechtswissenschaftler. Da sie mittlerweile zu einer so zentralen Figur geworden sei und viel Respekt gewonnen habe, könne das sogar dazu führen, dass die Bürger noch vorsichtiger würden und mehr auf Abstandsregelungen achteten.

Christoph Tapke-Jost Redakteur / Newsdesk
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