Wilhelmshaven Wer junge Menschen wie Paula Remmers in seinen Reihen hat, muss sich um die Zukunft keine Sorgen machen. Mit ihrer engagierten und begeisternden Rede prägte die 18-jährige Vorsitzende des Jugendparlaments Wilhelmshaven den Festakt zum 150-jährigen Stadtgeburtstag.

„Ich bin stolz, dass ich hier leben darf. Und ich wünsche der Stadt, dass sie mit dem Alter immer jünger wird“, sagte sie am Montagabend vor mehr als 1000 Festgästen in der Stadthalle. Bei einem Durchschnittsalter der Bevölkerung von 46,1 Jahren müsse die Stadt mehr an künftige Generationen denken und sich nachhaltig entwickeln. „In 20 Jahren sollen meine Kinder sagen: Mama, wenn ich groß bin, möchte ich in Wilhelmshaven bleiben“, so Paula Remmers, die für ihre Rede stehenden Applaus bekam.

Investition in Stützpunkt

Gute Nachrichten hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in ihrem Geburtstagsgruß. „Die Stadt hat 36 Dienststellen der Bundeswehr – und das soll auch so bleiben“, betonte die Ministerin. Mit 9000 Angehörigen sei die Bundeswehr der größte Arbeitgeber der Stadt und der größte Bundeswehr-Standort in Deutschland. Vor dem Festakt hatte die Verteidigungsministerin die erste von vier neuen Fregatten den neuen F125-Klasse in Dienst gestellt, die alle in Wilhelmshaven stationiert werden.

Lesen Sie auch:
Multitalent in Wilhelmshaven in den Dienst gestellt
Fregatte 125 „baden-Württemberg“
Multitalent in Wilhelmshaven in den Dienst gestellt

Damit verbunden seien in den nächsten Jahren Investitionen von 900 Millionen Euro im Marine-Stützpunkt – unter anderem für Ausbildungseinrichtungen und Unterkünfte. „Danke, dass die Stadt der Marine eine wunderbare Heimat gibt“, so Ursula von der Leyen.

Wilhelmshaven war am 17. Juni 1869 von König Wilhelm I. von Preußen als Marine-Stadt gegründet worden. Die Stadt wuchs schnell, musste aber auch viele Rückschläge hinnehmen. „Zwei Kriege haben ihre Spuren hinterlassen“, sagte Oberbürgermeister Andreas Wagner. Nach der fast völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gelang ein Neustart als Industriestadt. Später kehrte dann auch die Marine zurück. „Aus Tradition im Wandel“ sei das passende Motto der Stadt.

Großer Zapfenstreich

Der Jubiläums-Festakt, der von dem jeverschen Pianisten Simon Kasper und Mitgliedern des Ensembles der Landesbühne umrahmt wurde, endete mit einem Großen Zapfenstreich auf dem Rathausplatz. Hunderte Zuschauer verfolgten die feierliche Zeremonie mit dem Wachbataillon der Bundeswehr aus Berlin und dem Luftwaffen-Musikkorps aus Münster.

Ulrich Schönborn stv. Chefredakteur / Chefredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.