Friedrich Schiller und Thomas Mann haben das Schießen der wackeren Hornberger zitiert, jetzt hat sich auch der Deutsche Bundestag ein Beispiel daran genommen: Die mit großem Getöse angekündigte parlamentarische Untersuchung der Kundus-Affäre endete wie das historische Vorbild: Viel Krach, null Erfolg.

Die Ausschussmitglieder von Regierung und Opposition konnten sich nicht auf ein gemeinsames Ergebnis einigen, was nicht wirklich überrascht. Immerhin zwei Verteidigungsminister haben seit dem Bombenabwurf auf die von Taliban-Terroristen entführten Tanklaster ihre Sessel geräumt. Zur Aufklärung hat es nicht beigetragen. Trotz zahlreicher unbestrittener Ungereimtheiten gehen die Meinungen der Politiker über den von Oberst Klein befohlenen Angriff, der vermutlich hundert oder mehr Todesopfer unter Taliban und Zivilisten forderte, weit auseinander.

Es bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass parlamentarische Untersuchungsausschüsse das Steuergeld nicht wert sind, das sie regelmäßig kosten.

Lars Reckermann Chefredakteur / Chefredaktion
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