HANNOVER Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hält eine Verlängerung der Atomlaufzeiten von 15 Jahren für notwendig.

Die vier Kernenergieländer Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen hätten in den vergangenen Monaten einen Katalog zu den Sicherheitsanforderungen für Atomkraftwerke abgestimmt. „Um die wesentlichen technischen Umbauten umzusetzen, dauert es etwa fünf bis acht Jahre“, sagte Sander. Dann seien weitere zehn Jahre notwendig, damit sich diese Investitionen auch rentierten. „Aus Sicht der Atomaufsicht sind also mindestens 15 Jahre Laufzeitverlängerung erforderlich“, meinte der Landesumweltminister.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für 10 bis 15 Jahre längere Atomlaufzeiten ausgesprochen. Damit würde es bis mindestens 2035 Strom aus deutschen Atomkraftwerken geben.

Umweltschützer und SPD reagierten empört. Merkel habe sich zur Marionette der großen Energiekonzerne gemacht, teilte der atompolitische Sprecher der niedersächsischen SPD-Landtagsfraktion, Marcus Bosse, mit.

Ministerpräsident David McAllister wollte am Montag keine Zahlen nennen. Dafür sei es noch zu früh, sagte Regierungssprecher Franz Rainer Enste. Erst wenn die Bundesregierung im September ihr Energiekonzept vorgelegt habe, wolle McAllister sich konkret äußern.

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