HANNOVER Die Umbaupläne für den Landtag in Hannover nehmen konkrete Formen an. Noch in diesem Jahr soll der Fahrplan für die Sanierung festgelegt werden. Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) will demnächst mit einer Experten-Delegation die Landtage von Hessen, Schleswig-Holstein, Thüringen und Bayern besichtigen. Die ersten Reisen gehen in der kommenden Woche nach Wiesbaden und Kiel. „Die Entscheidung fällt noch in diesem Jahr“, sagte Landtagssprecher Franz-Rainer Enste am Mittwoch in Hannover.

Im alten Leineschloss drohen unter anderem die Scheiben der gläsernen Portikushalle herauszufallen. Das Gebäude ist an vielen Stellen undicht, im Keller soll es Ratten geben. Zudem klagen die Abgeordneten über schlechte Luft- und Lichtverhältnisse im Plenarsaal. Dinkla sprach von „völlig unzumutbaren Bedingungen für die Abgeordneten und Medien.“ Der Landtag sollte bereits vor Jahren saniert werden, die CDU/FDP-Koalition hatte das Projekt 2003 aus Kostengründen aber auf Eis gelegt.

Die Kosten für den Umbau werden auf mehr als 20 Millionen Euro geschätzt. Genauere Angaben wollte Enste nicht machen. „Wenn man weiß, was man will, kann man rechnen, was man kann.“ Die Reisen begründete er mit der Ähnlichkeit der Landtage. In allen vier Fällen seien historische Gebäude umgebaut und modernisiert worden. Zu dem Expertenteam gehören Vertreter des staatlichen Baumanagements, des Landesamts für Denkmalpflege sowie des Landesrechnungshofs, der prüft, ob Landesgelder wirtschaftlich eingesetzt werden.

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