Bremerhaven Die nach Rücktritten und Machtkämpfen zerstrittene Bremer AfD kommt nicht zur Ruhe. Auf einem Sonderparteitag in Bremerhaven wählte der Landesverband am Sonntag zwei neue Vorstandsmitglieder. Unterbrochen wurde der Parteitag immer wieder von hitzigen Debatten. Wiederholt kritisierten einzelne Mitglieder die Arbeit und den Stil des Vorstands. Rund 180 Menschen demonstrierten lautstark gegen den Parteitag. Vermummte hatten am Morgen in Bremen außerdem das Haus eines AfD-Vorstandes mit Farbbeuteln beworfen.

Die Alternative für Deutschland (AfD) war im vergangenen Jahr mit vier Abgeordneten in den Bremer Landtag eingezogen. Drei von ihnen wechselten kurz darauf zu Alfa, einer Abspaltung von AfD-Gründer Bernd Lucke. Gegen den letzten verbliebenen Abgeordneten Alexander Tassis läuft zurzeit wie gegen drei andere Mitglieder ein Parteiausschlussverfahren.

Diese hätten bewusst versucht, die Partei zu spalten, begründete Landeschef Frank Magnitz auf dem Parteitag die Entscheidung. „Das ist parteischädigendes Verhalten.“

Erst am Nachmittag konnten die Vorstandswahlen beginnen. Knapp 60 Prozent der Mitglieder stimmten für Peter Jadasch als zweiten Vorsitzenden und etwa 56 Prozent für Susanne Schmidt als zweite stellvertretende Vorsitzende. Gegenkandidaten gab es nicht.

Die beiden offenen Posten der Beisitzer konnte die Partei mangels Kandidaten nicht besetzen.

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