Rastede „Was wir geschafft haben, ist etwas Historisches, Sensationelles.“ Mit diesen Worten kommentierte am Sonntagabend Lars Krause seinen deutlichen Sieg bei der Bürgermeisterstichwahl in Rastede. Der 51-jährige SPD-Kandidat setzte sich mit deutlichem Vorsprung gegen den CDU-Bewerber Alexander von Essen (28) durch. Erstmals seit 46 Jahren liegt das Bürgermeisteramt in Rastede damit nicht mehr in Händen der CDU.

Ergebnisse aus Rastede

Krause holte 59,4 Prozent der Stimmen, von Essen kam auf 40,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,1 Prozent. Schon, als um 18.10 Uhr das erste Ergebnis einlief, lag Krause klar bei 60 Prozent. Um 18.45 Uhr stand schließlich das Ergebnis fest. Zum 1. November wird Krause die Nachfolge von Bürgermeister Dieter von Essen antreten, der nicht wieder kandidiert hatte.

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Bei der Präsentation der Wahlergebnisse im Rathaus in Rastede hatten zuvor Anhänger beider Kandidaten verfolgt, wie die Ergebnisse aus den 28 Wahllokalen einliefen. Bürgermeister von Essen verkündete dann die Stimmverteilung aus den beiden Briefwahllokale, die als letztes vorlagen und gratulierte Krause zum Wahlsieg. „Rastede wird auch mit Dir weiter vorangehen“, sagte der Bürgermeister, nachdem er seinem Nachfolger einen Blumenstrauß überreicht hatte.

Krause dankte an erster Stelle den Wählern, seinen Unterstützern und Freunden, die massiv gearbeitet hätten. „Ich persönlich habe in Rastede so einen Wahlkampf noch nie erlebt. Es war sehr intensiv“ , sagte der Wahlsieger. Vor seinen Parteifreunden auf der Wahlparty in der Brasserie sagte Krause später: „Ich bin wahnsinnig überwältigt, da fehlen einem die Worte.“

Mit seinen Unterstützern habe er bewiesen, dass ein Wechsel in Rastede möglich ist. Von Beginn an habe er den Schwerpunkt auf Hausbesuche gelegt und aus diesen Gesprächen viele inhaltliche Anregungen mitgenommen.

Alexander von Essen gratulierte Krause im Rathaus. Natürlich sei er enttäuscht über den Ausgang der Wahl, sagte er. Die CDU müsse jetzt genau analysieren, woran es am Ende gelegen hat. „Es ist ein Denkzettel“, sagte von Essen. Aufgabe der CDU-Fraktion im Rat sei es nun, den neuen Bürgermeister auf Herz und Nieren zu testen.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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