OLDENBURG Dieter Buskohl (56), Vizepräsident der Polizeidirektion Oldenburg, ist der ranghöchste Vollzugsbeamte der Behörde – jetzt gerät der ständige Vertreter des Polizeipräsidenten unter Druck. In einem Brief an drei Fraktionen des Niedersächsischen Landtages, der anonym mit „eine Reihe von Polizistinnen und Polizisten“ unterschrieben ist, wird Buskohl „Vettern- und Günstlingswirtschaft“ vorgeworfen.

So soll, behaupten die Verfasser des Schreibens, das an die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen von SPD, Bündnisgrünen und Linkspartei adressiert ist, Buskohl persönlich interveniert haben, um eine bessere Beurteilung für seine Frau zu erreichen, die im Rang einer Oberkommissarin an der Niedersächsischen Polizeiakademie in Oldenburg arbeitet.

„Dann kümmert er sich persönlich darum, dass seine Frau in die Zentrale Kriminalinspektion in Oldenburg versetzt wird, obwohl sie keine Qualifikation dafür hat“, werfen die Verfasser des Schreibens an die Landtagsfraktionen Buskohl zudem vor. Buskohl ist bei der Polizeidirektion Oldenburg tatsächlich als Leiter der Abteilung 1 für das Personaldezernat zuständig.

Polizeivizepräsident Dieter Buskohl sagt zu den Vorwürfen in dem anonymen Brief vom 9. März, der die NWZ  erreicht hat: „Diese Vorwürfe sind vollkommen haltlos. Die Beurteilung meiner Frau erfolgt durch die Polizeiakademie, also eine andere Behörde, deren Entscheidung ich nicht beeinflussen kann. Das Beurteilungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Buskohl bestätigt, dass seine Ehefrau sich auf eine Stelle in der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) in Oldenburg beworben habe: „Ihre Qualifikation für diese Stelle wird durch die ZKI geprüft. Es steht zur Zeit noch nicht fest, wer die ausgeschriebenen Stellen besetzt. Da die ZKI zu meinem Zuständigkeitsbereich gehört, habe ich mich bewusst von Anfang an aus der Entscheidungsfindung herausgehalten“, sagt Dieter Buskohl.

Bei der SPD-Fraktion wird bestätigt, dass das Schreiben eingegangen sei. „Der Brief liegt vor“, bestätigt Fraktionssprecher Olaf Reichert. Das Schreiben sei an den Arbeitskreis Innenpolitik der SPD-Fraktion weitergeleitet worden. „Dort wird der Brief intensiv auf Plausibilität geprüft. Erst danach kann entschieden werden, wie sich die Fraktion in der Sache verhält.“

Frank Jungbluth Chef vom Dienst (bis 2012)
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.