Oldenburg /Osnabrück /Berlin Neun Bundestags-Wahlkreise gibt es im früheren Regierungsbezirk Weser-Ems – Ostfriesland, Oldenburger Land sowie Emsland, Grafschaft Bentheim und Osnabrücker Land. Neben den Wahlkreisgewinnern (sechs für die CDU und drei für die SPD) vertreten weitere zehn Abgeordnete den Nordwesten und Osnabrück in Berlin, die über Listenplätze den Einzug ins Parlament schafften.

Doch nicht alle Wahlkreise haben mehrere Bundestagsabgeordnete. Fünf Wahlkreise sind nur durch einen Abgeordneten vertreten – die Wahlkreise Aurich-Emden, Unterems, Wilhelmshaven-Friesland-Wittmund, Osnabrück-Stadt sowie Cloppenburg-Vechta. Gleich drei Lobbyarbeiter entsenden die Wahlkreise 27 (Ammerland-Oldenburg: Dennis Rohde, SPD, Stephan Albani, CDU, Amira Mohamed Ali, Linke) und 28 (Delmenhorst-Wesermarsch-Kreis Oldenburg: Astrid Grotelüschen, CDU, Susanne Mittag, SPD, Christian Dürr, FDP) und 31 (Mittelems: Albert Stegemann, CDU, Daniela de Ridder, SPD, und Jens ­­Beeck,­ FDP). Gleich fünf Bundestagsabgeordnete entsendet der Wahlkreis 38 (Osnabrück-Land: Dr. André Berghegger, CDU, Rainer Spiering, SPD, Filiz Polat, Grüne, Matthias Seestern-Pauly, FDP, Waldemar Herdt, AfD). Die relativ großen Flächen-Wahlkreise in Ostfriesland und Teilen des Emslandes (die Wahlkreise 24, 25 und 26) sowie der Wahlkreis Cloppenburg/Vechta (32) werden nur durch je einen Abgeordneten repräsentiert (Johannes Saathoff, SPD, Gitta Connemann, CDU, Siemtje Müller, SPD, Silvia Breher, CDU), ebenso die Stadt Osnabrück (Dr. Matthias Middelberg, CDU).

Nimmt man die Wählerstimmen, die die Parteien benötigten, um einen Abgeordneten ins Parlament zu schicken, ist die FDP der Gewinner im Nordwesten. 44 089 (Zweit-) Stimmen reichten der FDP und ihren Anhängern, um einen ihrer insgesamt drei Abgeordneten aus dem Nordwesten zu stellen – die drei Gewählten waren auf vorderen Listenplätzen gut abgesichert. Die SPD-Wähler, trotz des schwachen Ergebnisses immerhin mit sechs Abgeordneten vertreten, folgen auf Rang zwei: 64 889 Stimmen benötigten die SPD-Anhänger, um ein Mandat in Berlin zu realisieren. 79 727 CDU-Wähler waren im Nordwesten nötig für ein Mandat in Berlin (Rang 3). 94 484 votierten für die Linke, heraus sprang ein Linken-Bundestagsmandat. Und 112 289 Stimmen der AfD aus dem Nordwesten waren notwendig, um ein Mandat im Bundestag zu erreichen. Die meisten Stimmen benötigten die Grünen-Anhänger aus dem Nordwesten: 115 800 Zweitstimmen sammelte die Partei im Nordwesten, aber nur eine Abgeordnete, Filiz Polat, zog über die Liste ins Parlament.

Übrigens variiert die Zahl der Wahlberechtigten in den Wahlkreisen. Der zahlenmäßig kleinste Wahlkreis umfasst Wilhelmshaven sowie die Kreise Friesland und Wittmund (189 344 Wahlberechtigte). Von ähnlicher Größe ist der ostfriesische Wahlkreis Aurich-Emden (191 541). Die beiden Osnabrücker Wahlkreise haben knapp 200 000 Wahlberechtigte und fünf Wahlkreise (Cloppenburg/Vechta, Oldenburg-Ammerland, Delmenhorst-Wesermarsch-Landkreis Oldenburg, Unterems und Mittelems) haben gar mehr als 220 000 Wahlberechtigte.

Der zahlenmäßig größte Wahlkreis ist Nr. 25 (Unterems) mit 235 234 Wahlberechtigten.

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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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