Mit einem Schmunzeln hat Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel auf die Pressenotiz reagiert, wonach es Ministerpräsident David McAllister (CDU) in dieser Woche vorzog, nicht an der Grundsteinlegung für ein Fischereimuseum im heimatnahen Cuxhaven teilzunehmen. Der Grünen-Politiker mutmaßte, dass McAllister dort nicht mit Protesten gegen seine Elbvertiefungsentscheidung konfrontiert werden wollte. „Kann sein, dass der Regierungschef nun kalte Füße bekommen hat“, sagte Wenzel. Gegen nasse Füße wiederum hatte der Grünen-Chef dem Ministerpräsidenten in der März-Sitzung des Landtages bereits ein paar schwarz-gelbe Gummistiefel überreicht – wegen der nun erhöhten Flutgefahr an der Elbe.

Die Super-Kantine sucht Wissenschaftsministerin Johanna Wanka. Die CDU-Politikerin hat einen Wettbewerb zur Gestaltung gestartet, die Mitarbeiter können jetzt zwischen sechs Modellen von angehenden Innenarchitekten der Hochschule Hannover auswählen. Dabei geht es vor allem um farbliche und bauliche Gestaltung. Das Essen könne sich seit dem Pächterwechsel „sehen lassen“, erklärte Ministeriumssprecher Rüdiger Fischer. In der Vergangenheit habe sich die Kantine nicht ganz so optimal präsentiert, räumte Fischer ein. Viele Mitarbeiter des Wissenschaftsministeriums zogen deshalb die Verköstigung in den Küchen anderer Ressorts vor. Wanka will das komplette Ministerium aufmöbeln und dafür die Kreativität der Studenten nutzen.

So viele Kabinettsmitglieder hat die Landespressekonferenz selten gesehen. Zur Vorstellung des „Handlungskonzepts Demografie“ brachte Ministerpräsident McAllister gleich vier Minister mit in den engen Presseraum: Aygül Özkan, Jörg Bode, Bernd Althusmann und Uwe Schünemann. Dazu gesellten sich noch einige Staatssekretäre, leitende Ministerialbeamte und Ministeriumssprecher. Gegen diese redefreudige politische Übermacht hatte es die Journalistenschar nicht leicht, zu Wort zu kommen.

Eine zwölfköpfige Delegation des Landtagspräsidiums reist am Wochenende unter der Leitung von CDU-Parlamentspräsident Hermann Dinkla (Westerholt) zu einem Besuch der Partnerprovinz Anhui nach China. Das wäre keine große Erwähnung wert, hätte nicht einst eine China-Lustreise von Dinklas Amtsvorgänger Jürgen Gansäuer (CDU) mit dem Präsidium für viel Wirbel gesorgt. Wie viele Ausflüge Dinkla plant, ist noch unklar. Eine Woche politische Gespräche mit Chinesen könnten langweilig werden.

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