Molbergen Der als Unabhängiger in die Wahl gegangene Witali Bastian ist neuer Bürgermeister in der Gemeinde Molbergen. Direkt nach Bekanntgabe des Ergebnisses im Rathaus nahm er die Glückwünsche seiner Familie entgegen und zeigte sich überglücklich. Als erstes will er jetzt wieder Ruhe in die Gemeinde bringen, in der es durch den Wahlkampf doch etwas aufgeregter zugegangen war.

Der 36-jährige Versicherungsmakler setzte sich klar gegen Imke Märkl durch. Die für die CDU ins Rennen gegangene Gymnasiallehrerin aus Bramsche konnte nur drei der zehn Wahlbezirke für sich entscheiden. Die Stichwahl war nötig geworden, da im ersten Urnengang am 26. Mai noch drei Kandidaten zur Wahl standen, aber keiner die absolute Mehrheit erreichte. Märkl kam seinerzeit auf 38,3 Prozent, Bastian holte 36,1 und Job Westermann (46) schied mit 25,7 Prozent aus.

Ergebnisse aus Molbergen

Spannend dürfte es nun im Gemeinderat werden, denn der neue Bürgermeister hat keine Mehrheit. 13 der 20 Mitglieder haben das CDU-Parteibuch. Aber Bastian ist zuversichtlich: „Alle sind von der Gemeinde gewählt und wir alle sollen für das Wohl der Gemeinde arbeiten“, sagte er. Man habe ihm Zusammenarbeit zugesichert. In der Verwaltung kann er auf Fachleute zurückgreifen.

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Imke Märkl war völlig überrascht von der Deutlichkeit der Niederlage. Gleichwohl zeigte sie sich als faire Verliererin und gratulierte Bastian. Es tue ihr leid für die CDU, die Wahl nicht gewonnen zu haben. Sie sei immer noch begeistert von der Aufnahme durch die Molberger CDU und die Offenheit. Sie werde nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und Molbergen vergessen. Am nächsten Wochenende hat sie sich beim OM-Cup angesagt.

Bastian ist Vater dreier Kinder. Er ist Vorsitzender des Fördervereins eines katholischen Kindergartens und Mitglied im Elternrat der Grundschule. In seinem Wahlkampf hat er das Engagement für junge Familien und Kinder vorangestellt. Bastian will sich für einen schonenderen Umgang mit der Natur einsetzen. In Sachen Integration sagte Bastian, jeder müsse selbst entscheiden, inwieweit er sich integrieren wolle.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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