Bockhorn Für Thorsten Krettek (CDU), den persönlichen Wahlsieger in der Gemeinde Bockhorn, waren seine weit mehr als 1000 Stimmen das Ergebnis „eines sechswöchigen intensiven Wahlkampfes“, indem er auch 1000 Gläser mit selbst gemachter Marmelade verteilte: „Es waren aber auch 1000 Gespräche mit Bürgern. Es hat sich gelohnt, ich danke meinem Wahlkampfteam.“ Die CDU hat jetzt acht Sitze im Rat, zuvor waren es sechs.

Auch die SPD war nicht schlecht gestimmt. Johann Helmerichs und Diedrich Loers: „Wir sind soweit zufrieden, wir haben keine Verluste, wieder fünf Sitze im Rat, das Ergebnis sogar prozentual gesteigert.“ Die FDP dagegen war nach Auskunft von Harald Duttke „schon ein bisschen enttäuscht; wir wollten zu unseren zwei Sitzen einen dritten hinzu bekommen.“

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) zeigte sich in ihrer Analyse etwas gespalten. Christa Hoppenheit, die persönlich ein sehr gutes Ergebnis erreichen konnte, sagte: „Im Vorfeld der Wahl hat man uns schon totgesagt. Nun sind es drei Sitze, vier wären noch besser gewesen.“ Sechs waren es im alten Rat, Zugpferde wie Ewald Spiekermann, Hartmut Kaempfe und Horst Kamps konnten nicht ersetzt werden. Mit Hayo Schepker zieht erstmals in der Geschichte der Gemeinde Bockhorn ein Mitglied der Linken in den Rat: „Ich bin glücklich, dass ich das geschafft habe und bin meinen Wählern sehr dankbar.“

Auch der parteilose Einzelkandidat Rolf Scherer zieht mit 4,5 Prozent der Stimmen in den Rat der Gemeinde Bockhorn ein.

Einer Meinung waren die Vertreter aller Parteien: Die magere Wahlbeteiligung von knapp über 46 Prozent stieß auf Kritik. Harald Duttke: „Das ist ganz, ganz traurig.“

In den Bockhorner Wahllokalen ging es am Sonntag entspannt zu, auch wenn manchmal kurze Wartezeiten vorkamen. Bereits um 8 Uhr morgens hatten in Bockhorn-Nord schon 2,5 Prozent der Wähler den Gang zu den Stimmzetteln absolviert und ihre drei Kreuze gemacht.

Auf den Wegen zu den Kabinen spielte unter den Wählern die Politik eher eine untergeordnete Rolle, der Bockhorner Markt mit seinem schönen Umzug war Gesprächsthema Nummer eins. Einer hatte für sich die perfekte Wahl-Strategie gefunden: „Ich gehe noch mal über den Markt. Welcher Politiker mir einen Berliner ausgibt, der bekommt meine Stimmen.“

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