Hannover Die rot-grüne Landesregierung will den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) künftig stärker fördern als den kommunalen Straßenbau. Laut SPD-Verkehrsminister Olaf Lies (Sande) sollen von den Bundesmitteln für die Infrastruktur in den Kommunen künftig 60 Prozent für Bahn und Bus verwendet werden und 40 Prozent für die Straße. Bislang war es umgekehrt. Lies will eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag umsetzen. „Wir wollen damit ein Zeichen für den ÖPNV setzen“, sagte Ministeriumssprecher Christian Budde dieser Zeitung. Welche Straßenprojekte gestrichen würden, sei noch nicht entschieden.

Die CDU-Opposition bezifferte die jährlichen Kürzungen beim Straßenbau auf rund 25 Millionen Euro. Der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley (Garrel) sprach von einem „fatalen Schritt“. Lies riskiere den Verfall der Infrastruktur in der Fläche. Der Bund stellt den Ländern Mittel für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Kommunen zur Verfügung. Niedersachsen erhält aus diesem Topf jährlich rund 123,5 Millionen Euro.

Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.