Leer Die Grünen in Niedersachsen nehmen die „Fridays for Future“-Schüler-Demos zum Anlass, ihre Forderung zur Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre zu erneuern. „Die jungen Menschen zeigen gerade in besonderem Maße, dass ihnen die Zukunft unserer Erde alles andere als egal ist und machen in Sachen Klimaschutz mächtig Dampf. Es wird Zeit, dass wir das Wahlalter absenken“, betonte die Fraktionsvorsitzende im niedersächsischen Landtag, Anja Piel, am Montagabend im ostfriesischen Leer. In der Heimatgemeinde der Abgeordneten und Landtags-Vizepräsidentin Meta Janssen-Kucz hat die zwölfköpfige Fraktion sich für zwei Tage zur Klausurtagung zurückgezogen.

Zentrales Thema der Fraktion ist die bevorstehende Europawahl am 26. Mai. Während die Grünen sich noch etwas ratlos in der Frage zeigen, wie eine mögliche Antwort auf den Erfolg antieuropäischer Rechtspopulisten in sozialen Netzwerken aussehen könnte, so steht fest, dass die grenzübergreifende Zusammenarbeit mit den Niederlanden nicht nur fortgesetzt, sondern ausgebaut werden soll. Das „Wunderlinie“ genannte Bahnprojekt einer direkten Zugverbindung zwischen Groningen-Leer-Oldenburg und Bremen wird nicht nur von den Grünen unterstützt, sondern auch von dem niederländischen Grünen-Politiker Harrie Miedema aus Groningen als „ganz wichtiges“ Verkehrsprojekt bezeichnet. Miedema begleitet die Tagung der Grünen und weckt bei den Nachbarn in Deutschland Begehrlichkeiten, etwa wenn er davon spricht, dass in den Niederlanden der Ausstieg aus der Kohleenergie bereits im Jahr 2030 abgeschlossen sein soll.

„Wir sollten noch mehr von- und miteinander lernen“, wirbt Janssen-Kucz für den europäischen Gedanken und hat dabei vor allem auch den Klimaschutz im Kopf: „Klima kennt keine Grenzen.“ Beim Schutz von Umwelt und Natur setzte das EU-Recht Maßstäbe. „Ohne den Druck aus Brüssel wären viele Schutzziele auch in Niedersachsen längst aufgeweicht“, heißt es in der während der Tagung verabschiedeten Resolution der Grünen zur Zukunft der EU.

„Wir stehen für eine Politik, die Europas Stärke und Schutz zusammendenkt: Mit niedersächsischem Durchblick und europäischem Weitblick“, betonen die Grünen in dem Papier.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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