Hannover Der Polizeieinsatz bei den Anti-AfD-Protesten am vergangenen Wochenende in Hannover wird den Innenausschuss des niedersächsischen Landtags beschäftigten, kündigte der Ausschussvorsitzende, der CDU-Abgeordnete Thomas Adasch, an. Am vergangenen Samstag hatten sich etwa 6500 AfD-Gegner an Protesten beteiligt. Bei Auseinandersetzungen wurden mehrere Polizisten und Demonstranten verletzt. Die Polizei löste Blockaden auf und setzte einen Wasserwerfer ein. Eine Zentralkundgebung verlief friedlich.

Beschwerden über einen unverhältnismäßigen Polizei- und den Wasserwerfereinsatz bei frostigen Temperaturen hatten neben den Organisatoren der Kundgebung auch die Grünen geäußert. Die AfD unterdessen will vom Innenausschuss geklärt sehen, wie es trotz des massiven Polizeiaufgebots zu einem Übergriff auf ihren Bundestagsabgeordneten Kay Gottschalk kommen konnte. Wie Adasch betonte, habe der Ausschuss sich aber unabhängig von den Beschwerden bereits vor dem AfD-Parteitag dazu entschlossen, sich im Nachgang mit dem Polizeieinsatz zu beschäftigen.

Wie die Polizeidirektion Hannover mitteilte, gab es im Nachgang der Proteste Ermittlungen gegen 56 namentlich bekannte und 164 unbekannte Demonstranten unter anderem wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Beleidigung. Außerdem wurden vier Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Es gingen drei Strafanzeigen gegen Polizeibeamte wegen Körperverletzung ein. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Kay Gottschalk aus Nordrhein-Westfalen war nach eigenen Angaben von AfD-Gegnern attackiert worden. Er wurde wegen einer Verletzung an der rechten Hand im Krankenhaus behandelt.

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