Niedersachsen
Bild: Patrick Pleul/dpa
Eine Sachbearbeiterin vom Steueramt lässt sich auf ihrem Kontrollgang durch Fürstenwalde (Brandenburg) von der Pudelhündin Gina die Pfote geben (Symbolbild).Bild: Patrick Pleul/dpa
Hannover

Höhere Tarife Für „gefährliche“ Tiere
Kommunen nehmen mehr Hundesteuer ein

Wie viele Hunde in Niedersachsen leben, weiß niemand genau. Fest steht aber: Die Einnahmen durch die Hundesteuer sind gestiegen.

Hannover Niedersachsens Kommunen haben im Jahr 2018 insgesamt gut 39 Millionen Euro Hundesteuer eingenommen. Das sind nach Angaben des Landesamts für Statistik (LSN) rund 1,3 Millionen Euro oder 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2013 betragen die Mehreinnahmen sogar 16,7 Prozent, wie das LSN in seinem aktuellen Monatsheft berichtet. 2018 wurde nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums in Hannover landesweit für etwa 520.000 Hunde Steuer entrichtet. Über den tatsächlichen Hundebestand in Niedersachsen gibt es keine konkreten Angaben.

Nach Darstellung des Niedersächsischen Städtetages (NST) hängen die Mehreinnahmen auch damit zusammen, dass viele Kommunen die Hundesteuersatzungen überarbeitet und die Tarife für „gefährliche Hunde“ erhöht haben. Im Wesentlichen entspreche die Steigerung der Hundesteuereinnahmen aber der Steigerung der allgemeinen Lebenshaltungskosten, sagte NST-Geschäftsführer Dirk-Ulrich Mende.

Er rechne ansonsten nicht mit größeren Erhöhungen der von den Kommunen festgelegten Hundesteuer, sagte Mende. Denn die Kommunalparlamente seien sich im Klaren darüber, wie wichtig Hunde ebenso wie Katzen oder andere Kleintiere für viele Bürgerinnen und Bürger seien. „Auch weniger betuchte Menschen soll es möglich sein, einen Hund zu halten“, sagte Mende. „Keiner soll nur wegen der Steuerlast auf die Haltung eines Hundes verzichten müssen.“

Ähnlich sieht man es beim Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund. Die Kommunen könnten die Hundesteuer sicherlich weiter erhöhen, sagte Sprecher Thorsten Bullerdiek. „Dann würde sie aber den Charakter einer Luxussteuer bekommen.“ Hunde erfüllten vielfach als Freund allein lebender Menschen eine wichtige soziale Funktion. Deshalb sähen die Städte und Gemeinden davon ab, höhere Hundesteuern zu erheben.

Unabhängig davon müssen Hundehalter, die ihre Tiere nicht zur Steuer anmelden, mit Bußgeldern rechnen. Zudem muss seit einigen Jahren in Niedersachsen auch jeder Hund ab dem siebten Lebensmonat an das zentrale Hunderegister gemeldet werden. Dort sind nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums derzeit rund 400.000 Tiere registriert. Für Halterinnen und Halter, die ihre Tiere nicht registrieren lassen, kann es teuer werden: Ihnen drohen nach dem Niedersächsischen Hundegesetz Geldbußen bis zu 10.000 Euro.

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