Hannover Grundschüler aus ganz Niedersachsen werden am Mittwoch zur ersten Kinderkonferenz im Landtag in Hannover erwartet. Mit der Veranstaltung will Landtagspräsidentin Gabriele Andretta rund 120 Mädchen und Jungen die Gelegenheit bieten, Demokratie praktisch auszuprobieren. Unter anderem werden die Mädchen und Jungen aus 55 Schulen sich mit Themen wie Toleranz, Freiheit und Umweltschutz auseinandersetzen.

Wissenschaftler finden die Idee gut. „Es ist wichtig, dass Kinder lernen, dass sie eigene Rechte haben und nicht immer nur Erwachsene für sie entscheiden“, sagt Anne-Kathrin Meinhardt vom Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen. Nur so könnten Kinder für ihre Interessen einstehen und sich beispielsweise selbst an Kommunalpolitiker wenden, wenn etwa ihr Spielplatz erneuert werden solle.

Die Grundschüler sollen sie bei der Kinderkonferenz auch lernen, wie sie ihre Forderungen in konkrete Aktionen umsetzen können. Ihre Ideen und Wünsche werden am Ende in einer Erklärung festgehalten, die an Landtagspräsidentin Andretta übergeben werden soll. „Wir können nicht früh genug damit anfangen, Kinder für Demokratie zu begeistern“, sagt Andretta.

Die Mädchen und Jungen stammen aus allen Teilen des Landes, sie kommen unter anderem aus Göttingen, Leer, Hannover, Oldenburg und Braunschweig. Initiator der Aktion sind die Netzwerke „Demokratie von Anfang an“ sowie die Regionale Kinderkonferenz Hannover.

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