Brake /Oldenburg Nach mehr als zwei Jahren ist das juristische Nachspiel um eine Protestaktion von Umweltschützern am Hafen von Brake (Landkreis Wesermarsch) beendet. Der Freispruch für eine Robin Wood-Aktivistin ist rechtskräftig, entschied jetzt das Landgericht Oldenburg. Das Gericht habe die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen den Freispruch verworfen, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Die Umweltaktivistin hatte sich im September 2012 an einer Demonstration vor der Palmöl-Raffinerie des Wilmar-Konzerns in Brake beteiligt.

Der Protest richtete sich nach Angaben von Robin Wood gegen den Kahlschlag von Tropenwäldern, Landraub und Klimaschäden. Die Umweltschützer machen dafür Wilmar als Betreiber von Palmöl-Monokulturen verantwortlich. Die Demonstranten sollen Firmenmitarbeiter daran gehindert haben, das Gelände zu verlassen. Die Aktion falle jedoch unter den Schutz der Versammlungsfreiheit, stellte das Landgericht klar. Beeinträchtigungen müssten im Einzelfall gegenüber dem Demonstrationszweck zurücktreten.

24.09.2014: Umweltaktivistin steht erneut vor Gericht

Die Umweltschützer sehen noch einen weiteren Erfolg: Seit Mitte Dezember dürfen Lebensmittel-Produzenten Palmöl als Zutat nicht mehr hinter der allgemeinen Bezeichnung „pflanzliche Fette“ oder „Öle“ verstecken. Enthält ein Produkte Palmöl, muss dies auch auf der Verpackung ausdrücklich genannt werden. Damit können sich Verbraucher nach Ansicht von Robin Wood gegen den Kauf palmölhaltiger Produkte entscheiden.

21.06.2013: Protest hat juristisches Nachspiel

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