Hannover /Braunschweig Die FDP nimmt Niedersachsens Problem-Wölfe ins Visier. Dem Parteitag am kommenden Wochenende in Braunschweig liegt der Antrag aus dem Heidekreis vor, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Die Liberalen fordern „wolfsfreie Zonen für Menschen und Weidetiere“. Zugleich geht es um die „Entnahme auffälliger Tiere“, erläutert FDP-Generalsekretär Gero Hocker. Angesichts einer immer größeren Wolfspopulation müsse das Ziel sein, „Menschen und ihre Haustiere zu schützen“, betonen die Antragsteller, die über große Erfahrungen mit Wolfsrissen in der Region verfügen.

Insgesamt 18 Anträge liegen vor den Delegierten, davon sechs zu Problemen aus dem ländlichen Raum. So bezieht die FDP klare Position zum umstrittenen Entwurf eines Wassergesetzes, das von Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) vorgelegt wurde und fünf Meter breite Streifen links und rechts von Bächen und Gräben vorsieht, die frei von Bewirtschaftung durch Bauern bleiben müssen. „Wir lehnen dieses Wassergesetz ab, weil es die kalte Enteignung der Bauern bedeuten würde“, sagt Hocker.

Im Mittelpunkt des Treffens steht Fraktionschef Christian Dürr, der designierte FDP-Spitzenkandidat zur Bundestagswahl im September. Der Ganderkeseer bringt dazu den Leitantrag des Landesvorstands ein unter dem Motto: „Die Zukunftspartei“.

Die Schwerpunkte liegen auf umfassender Digitalisierung, erleichterter Zuwanderung junger Menschen sowie Steuerentlastung für die „arbeitende Mitte“ der Gesellschaft, so Dürr. Der Steuertarif müsse ständig angepasst werden an die Inflation und die Einkommensentwicklung. Für Familien schlägt die FDP die Streichung der Grunderwerbssteuer vor, um den Kauf von Wohneigentum zu erleichtern. Zum Thema Innere Sicherheit fordert Dürr „mehr Polizei auf der Straße als in der Verwaltung“, die Vernetzung von Sicherheitsbehörden und ein gestärktes Bundeskriminalamt als Koordinator für die Sicherheitsbehörden.

FDP-Landeschef Stefan Birkner erhält eine neue Stellvertreterin. Für die scheidende Angelika Brunkhorst (Delmenhorst) soll Christiane Ratjen-Damerau (Oldenburg) nachrücken. Der Parteitag entscheidet auch über die Kandidatenliste zur Bundestagswahl. Platz eins scheint für Dürr sicher. Dahinter machen sich Jens Beeck (Lingen), Grigorius Aggelidis (Hannover), Gero Hocker (Achim) und Ulla Ihnen (Hannover) Hoffnung.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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