Oldenburger Land Was am 25. Mai im ersten Durchgang nicht gelang, ist am gestrigen Sonntag entschieden worden: In acht Kommunen des Oldenburger Landes wurden in einer Stichwahl die Bürgermeister neu bestimmt.

Dabei gab es eine faustdicke Überraschung: Fünf Kandidaten bewarben sich am 25. Mai um das Bürgermeisteramt in Friesoythe (Kreis Cloppenburg). Es kam zur Stichwahl zwischen Hildegard Kuhlen (CDU) und Sven Stratmann. Der SPD-Mann hatte zudem die Unterstützung der Grünen. Und er setzte sich mit 65,63 Prozent der Stimmen durch. Friesoythe hat somit erstmals einen Sozialdemokraten als Bürgermeister. In der Eisenstadt ging es um die Nachfolge des langjährigen Bürgermeisters Johann Wimberg (CDU), der zum neuen Landrat im Kreis Cloppenburg gewählt wurde.

Gleich vier der acht Stichwahlen am Sonntag fanden im Landkreis Oldenburg statt. In der Kreisstadt Wildeshausen kam es zum Duell um das Bürgermeisteramt zwischen Sabine de Buhr-Deichsel (parteilos, unterstützt von CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke) und Jens Kuraschinski (parteilos, unterstützt von der UWG). Hatte de Buhr-Deichsel noch nach dem ersten Wahlgang am 25. Mai mit rund fünf Prozent vorne gelegen, drehte sich das Blatt am Sonntag grundlegend: Kuraschinski, derzeit allgemeiner Vertreter des noch amtierenden Bürgermeisters Dr. Kian Shahidi, gewann mit 54,5 % der Stimmen und ließ de Buhr-Deichsel deutlich hinter sich.

In Hude gab es mit Holger Lebedinzew (parteilos) ebenfalls einen von fünf Ratsparteien getragenen Kandidaten. Er setzt sich in der Stichwahl gegen die parteilose Uta Rose mit 54,8 % der Stimmen durch. Ebenfalls in die Stichwahl ging es in Hatten: Christian Pundt (parteilos, unterstützt von SPD) gewann mit 54,3 % gegen Jörg Skatulla (unabhängig). In der Samtgemeinde Harpstedt landete der CDU-Kandidat Herwig Wöbse einen haushohen Sieg. Er kam auf 64,2 Prozent der Stimmen. In der Stichwahl kam der SPD-Kandidat Klaus Budzin auf 35,8 %.

In Brake (Landkreis Wesermarsch) konnte SPD-Kandidat Michael Kurz die Stichwahl für sich entschieden. Er ließ den parteilosen Gérard Rünzi mit einem knappen Vorsprung von 174 Stimmen hinter sich. Für Michael Kurz, der bereits bei der Hauptwahl am 25. Mai vorne gelegen hatte, stimmten 2786 Wählerinnen und Wähler (51,6 Prozent). Gérard Rünzi holte 2612 Stimmen (48,4 Prozent).

Der 51-jährige Kurz ist zurzeit noch als Leiter der Wasserschutzpolizei in Stade tätig. Ins Braker Rathaus wird er am 1. November einziehen. Ende Oktober läuft die Amtszeit des noch amtierenden Bürgermeisters Roland Schiefke (parteilos) aus.

Spannend war es auch in Varel (Kreis Friesland): Hier setzte sich Amtsinhaber Gerd-Christian Wagner (SPD), unterstützt von CDU, FDP und BBV, mit 56,6 Prozent der Stimmen gegen den Kämmerer Rainer Rädicker (parteilos) durch. Varel bleibt eine Hochburg der SPD.

Auf Wangerooge ist Dirk Lindner (CDU) mit 57,4 Prozent der Stimmen gewählt worden. Kurios: In der kleinen Kommune gab es am 25. Mai die meisten Kandidaten. Auf der Insel durften zwar nur 1192 Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben, dafür traten gleich sechs Bewerber um das Bürgermeisteramt an. Es sollte am Sonntag zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Holger Kohls (parteilos) und Dirk Lindner (CDU) kommen. Doch Kohls hatte verzichtet.

Am 25. Mai hatte es in 27 Kommunen und vier Landkreisen des Oldenburger Landes Bürgermeister- und Landratswahlen gegeben. Bürgermeister und Landräte sind für sieben Jahre gewählt.

Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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