Erst wurde Ministerpräsident David McAllister mit 100 Prozent der Stimmen zum Landtagskandidaten gewählt, dann stand bei der CDU-Versammlung in Moorausmoor ein alter Stuhl im Mittelpunkt des Interesses. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hatte das Modell mit Korbsitz vor zwanzig Jahren im Landkreis Cuxhaven erworben. Seitdem steht das gute Stück in der dortigen CDU-Geschäftsstelle. „Den Stuhl, den du 1992 gekauft hast, bekommst du heute geschenkt“, erklärte der Bundestagsabgeordnete Enak Ferlemann feierlich und ließ das Möbelstück in den Saal bringen. Der Stuhl sei gut gepflegt, versicherte Ferlemann, als er diesen dem strahlenden Carstensen überreichte. Unbekannt ist, ob es der Stuhl diesmal bis nach Kiel geschafft hat.

Seine Vorliebe für den Komponisten Georg Friedrich Händel konnte Regierungssprecher Franz-Rainer Enste am Wochenende ausleben. McAllisters Sprachrohr organisierte ein Händel-Konzert in der Goslarer Marktkirche. Die zahlreichen Besucher spendeten 1095 Euro für eine neue Kirchenorgel. Enste selbst trat als Händel auf. Mit Perücke erzählte er aus dem Leben des berühmten Komponisten. Mal was anderes als Wulff-Affären.

Die defekte Schuldenuhr im CDU-Fraktionssaal hat sich als irreparabel erwiesen. Der Steuerzahlerbund hat sie deshalb abgebaut und will demnächst eine neue elektronische Anzeige aufstellen. Diese wird allerdings nicht bei null, sondern bei mehr als 54 Milliarden Euro starten. CDU-Fraktionschef Björn Thümler (Berne) vermisst die Schuldenuhr. „Die wird diesmal so gemacht, dass wir sie abstellen können“, scherzte er.

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