Neu-Delhi /Islamabad /Srinagar Im Konflikt um die Kaschmirregion hat Pakistan die internationale Gemeinschaft zum Eingreifen aufgefordert. Diese müsse handeln, um eine Katastrophe zu verhindern, sagte Ministerpräsident Imran Khan am Dienstag bei einer Sondersitzung des Parlaments in Islamabad. Die indische Regierung hatte am Montag ein Dekret vorgelegt, das den Sonderstatus der von beiden Ländern beanspruchten indischen Kaschmirregion aufhebt. Damit droht sich der Konflikt zwischen den beiden Atommächten zu verschärfen.

Khan sagte, das indische Vorgehen könne Gewalt in der Region auslösen, die zu Zusammenstößen zwischen den beiden Nuklearmächten führen könnte. „Die Konsequenzen wären unvorstellbar.“ Man wolle zudem prüfen, vor den Internationalen Gerichtshof zu gehen.

Seitdem Britisch-Indien im Jahr 1947 unabhängig und in Indien und Pakistan geteilt wurde, streiten die beiden Länder um die gesamte Herrschaft über Kaschmir, zwei Kriege wurden deswegen bereits geführt. Beide Atommächte beherrschen jeweils einen Teil von Kaschmir, ein weiterer Teil gehört zu China.

Der per Dekret gestrichene Artikel 370 der indischen Verfassung garantierte dem indischen Teil Kaschmirs bisher unter anderem eine eigene Verfassung, eine eigene Flagge und weitgehende Kompetenzen.

Auch die EU verfolgt die Entwicklung in Jammu und Kaschmir. „Unsere wichtigste Botschaft ist, eine Eskalation der Spannungen in Kaschmir und in der Region zu vermeiden“, sagte ein Sprecher der Europäischen Kommission in Brüssel. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte am Montag alle Parteien dazu aufgefordert, Zurückhaltung zu üben.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.