Berlin /Paris /Brüssel Mit einem Großaufgebot der Polizei und strikten Zugangskontrollen wollen Metropolen angesichts der Terrorgefahr für Sicherheit bei Neujahrsfeiern sorgen. Zugleich wurde am Mittwoch aber in mehreren europäischen Metropolen betont, dass es keine konkreten Hinweise auf islamistische Anschläge gebe.

Auch in Berlin findet die größte Open-Air-Silvesterparty Deutschlands unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen statt. Mehrere Hunderttausend Menschen werden auf einer rund zwei Kilometer langen Feiermeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule erwartet.

Zwar gibt es keine Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen in Berlin, sagte ein Polizeisprecher. Es herrsche aber eine hohe abstrakte Gefährdung. Mehr Polizisten seien im Einsatz als im Vorjahr – insbesondere rund um die große Outdoor-Feier. Dort sollen 900 Beamte für Sicherheit sorgen, 150 mehr als vergangenes Silvester.

Auf dem Gelände selbst sind nach Angaben der Veranstalter erstmals große Taschen und Rucksäcke verboten. Außerdem sollen alle Taschen kontrolliert werden. Der angrenzende Tiergarten ist zum ersten Mal durch einen Zaun abgesperrt. Vor der Party will die Polizei den Park mit Hunden nach Sprengstoff absuchen.

In Frankreich herrscht seit den Anschlägen vom 13. November Ausnahmezustand. Nun sollen landesweit rund 60 000 Polizisten und Militärs die Nacht ins neue Jahr absichern. Am Silvesterabend ist das offizielle Feuerwerk in Paris abgesagt, private Böller und Raketen sind zu Silvester ohnehin immer verboten. Die Bereiche um Champs-Élysées und Eiffelturm sind zu Silvester stets abgesperrt.

Im Zentrum Londons sind laut Polizei rund 3000 Polizisten auf den Straßen.

Das Silvesterfeuerwerk in der belgischen Hauptstadt Brüssel fällt wegen Terrordrohungen aus. Das sagte Bürgermeister Yvan Mayeur am Mittwochabend. Unterdessen sind die beiden in Belgien verhafteten Terrorverdächtigen Mitglieder des Brüsseler Motorrad-Clubs „Kamikaze Riders“. Sowohl Saïd S. als auch Mohamed K. kamen aus dem Brüsseler Stadtteil Anderlecht, berichtete der Sender RTBF. Einer von ihnen sei als radikaler Prediger bekannt. Die beiden Männer waren bei Polizeiaktionen am Sonntag und Montag festgenommen worden.

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