Rostock (dpa) - Mehr als jedes dritte heute in Deutschland geborene Mädchen könnte Max-Planck-Forschern zufolge mindestens 100 Jahre alt werden.

Voraussichtlich 37 Prozent werden dieses Jubiläum erleben, bei Jungen sind es 11 Prozent, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag mitteilte.

Er hatte die Berechnungen beim Rostocker Max-Planck-Institut für demografische Forschung beauftragt. Der GDV selbst schränkt ein: "Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Studie, da sie kein formales Begutachtungsverfahren durchlaufen hat." Zunächst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

MPI-Forscher Dmitri Jdanov geht bei neugeborenen Mädchen davon aus, dass sie durchschnittlich 94,8 Jahre alt werden, die Lebenserwartung der Jungen liege bei 88,6 Jahren. "Ein Alter von 90 wird in Zukunft völlig normal", sagte Jdanov.

Eine Grundlage der aktuellen Berechnungen bildet laut Jdanov eine MPI-Studie, die 2011 im Fachjournal "Population and Development Review" veröffentlicht wurde. Die nun vorgestellten Werte der Lebenserwartung basieren laut GDV auf UN-Prognosen. Sie unterstellen, dass die aktuellen Fortschritte bei der Lebenserwartung anhalten.

Die Werte seien allerdings mit Unsicherheiten behaftet. Diese beträfen beispielsweise die Entwicklung des Rauch- und Trinkverhaltens in den kommenden Jahrzehnten, sagte Jdanov. Offen sei zudem, inwieweit die heute Geborenen von weiteren Verbesserungen bei der Gesundheitsversorgung profitieren.

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