HANNOVER /BERLIN In der Geldaffäre um die niedersächsische Landtagsabgeordnete Swantje Hartmann sucht die SPD eine schnelle Lösung. Die Sozialdemokraten sind am Donnerstagabend in Berlin zu Krisentreffen zusammenkommen. „Wir werden sehen, dass wir an einen Tisch kommen. Das muss man jetzt schnell lösen“, sagte der Landtagsabgeordnete Olaf Lies (Sande), der mit drei weiteren Abgeordneten zu Gesprächen mit Landeschef Garrelt Duin nach Berlin reiste. Die 35 Jahre alte Delmenhorsterin Hartmann will wegen der Finanzaffäre um ihren ehemaligen Lebensgefährten, der SPD-Gelder veruntreut haben soll, alle Parteiämter und ihr Landtagsmandat ruhen lassen.

In Berlin äußerte sich der Bundestagsabgeordnete und Chef des SPD-Unterbezirks Delmenhorst, Holger Ortel, verwundert über das Ergebnis der Beratungen im SPD-Fraktionsvorstand in Hannover am Mittwoch. Hartmann habe ihm zuvor noch mitgeteilt, sie werde zurücktreten.

Ähnlich äußerte sich Landeschef Garrelt Duin, der nach eigener Aussage bei einem Telefongespräch gemeinsam mit Hartmann zu dem Schluss gelangt sei, dass ein Rücktritt notwendig sei. Ortel und Duin wurden dem Vernehmen nach am Mittwochabend von Hartmann nicht über ihren Sinneswandel informiert.

Derweil teilte Landtagssprecher Franz-Rainer Enste der NWZ mit, dass ein „Ruhenlassen“ eines Mandats weder im Abgeordnetengesetz noch in der Geschäftsordnung des Landtages vorgesehen sei. Möglich sei eine Beurlaubung. Von einem Urlaubsantrag sei nichts bekannt. Die Abgeordneten hätten die Pflicht, an den Sitzungen von Landtag und Parlamentsausschüssen teilzunehmen.

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