HANNOVER Die Demonstranten waren als Besuchergruppe getarnt. Wulff warnt vor einem Ausstieg aus der Atomwirtschaft.

Von Marco Seng,

Redaktion Hannover HANNOVER - Randale im Landtag: Nach Protesten von Atomkraftgegnern gegen das Endlager Gorleben, bei denen es am Mittwoch rund um das Parlament zu tumultartigen Szenen kam, ist eine neue Debatte um die Sicherheit der Abgeordneten entbrannt.

„Das Sicherheitskonzept muss noch einmal überdacht werden“, sagte der CDU-Innenexperte Hans-Christian Biallas der NWZ. Der Vorgang habe deutlich gemacht, dass man „mit einer gewissen Überrumpelung“ hineinkommen könne, sagte Landtagssprecher Franz-Rainer Enste. Das Landtags-Präsidium will heute über mögliche Konsequenzen beraten.

Bei der unangemeldeten Protestaktion drangen zwei Demonstranten während der Debatte in den Plenarsaal ein. Kurz zuvor noch hatte sich Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) gegen den Ausstieg aus der Atomenergie ausgesprochen. Andere ent-rollten auf der Zuschauertribüne Transparente. Als die Polizei die etwa 40 Demonstranten aus der Verbotszone um das Parlament drängen wollte, kam es zu Rangeleien. Dabei wurde ein Journalist verletzt.

Der SPD-Politiker Klaus-Peter Dehde warf der Polizei einen zu harten Einsatz vor. Einige Demonstranten waren als Besuchergruppe getarnt in den Landtag gelangt. Ihnen drohen jetzt Strafen, etwa wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) forderte Besonnenheit. „Wir sollten ein offenes Parlament bleiben“, sagte er der NWZ.

Kommentar, S.4

Niedersachsen, S.9

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