Köln Weltweit müssen 152 Millionen Mädchen und Jungen arbeiten, um zum Überleben ihrer Familien beizutragen. Damit ist fast jedes zehnte Kind von Kinderarbeit betroffen, die meisten von ihnen in Afrika und Asien, wie Unicef am Dienstag in Köln aus Anlass des Welttags gegen Kinderarbeit am 12. Juni mitteilte. Fast die Hälfte der betroffenen Kinder (73 Millionen) leide unter gefährlichen oder ausbeuterischen Arbeitsbedingungen. Das UN-Kinderhilfswerk rief Regierungen, aber auch Unternehmen und die Zivilgesellschaft dazu auf, die Ursachen von Kinderarbeit stärker zu bekämpfen.

„Es reicht nicht, Kinderarbeit zu verurteilen und zu verbieten“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland. „Um Kinder wirksam vor Ausbeutung zu schützen, müssen sich die Lebensbedingungen der betroffenen Kinder ändern.“

Nötig seien mehr Investitionen in Bildung, aber auch in faire Arbeitsmöglichkeiten für Eltern sowie Gesundheits- und soziale Sicherungssysteme. Zwar sei die Zahl arbeitender Kinder in den vergangenen Jahrzehnten stark gesunken, erklärte Unicef: Während im Jahr 2000 noch 246 Millionen Kinder weltweit arbeiten mussten, waren es 2016 nur noch 152 Millionen. Doch der Rückgang sei in den vergangenen Jahren langsamer geworden, beklagte das Kinderhilfswerk. Beim aktuellen Tempo würden auch im Jahr 2025 noch 121 Millionen Mädchen und Jungen von Kinderarbeit betroffen sein.

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