Karlsruhe Ein im April festgenommener Mann hat nach Informationen des „Spiegel“ gestanden, mit einer Gruppe Gleichgesinnter die Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geplant zu haben. Das Nachrichtenmagazin berichtete am Freitag unter Berufung auf den Verteidiger des Mannes, darauf habe ein politischer Umsturz folgen sollen. Es sei geplant gewesen, einen Doppelgänger des Bundespräsidenten, des Kanzlers oder eines anderen prominenten Politikers auftreten zu lassen. Die Bevölkerung habe durch einen bundesweiten Stromausfall von der Medienberichterstattung abgeschnitten werden sollen. Als Motiv seines Mandanten nannte der Verteidiger Unzufriedenheit mit der Politik und den Corona-Maßnahmen.

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Die Bundesanwaltschaft äußerte sich auf Anfrage nicht dazu. Der Mann und drei mutmaßliche Mitstreiter sitzen seit Mitte April in Untersuchungshaft. Wenig später hatte die Karlsruher Behörde die Ermittlungen übernommen. Sie hält die Gruppe für eine terroristische Vereinigung. Dreien der Männer werfen die Ermittler vor, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Zwei sollen versucht haben, sich an einem Verbrechen zu beteiligen.

Die vier Deutschen stammen nach früheren Angaben der Ermittlungsbehörden aus Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz), Falkensee bei Berlin sowie aus den Kreisen Landshut (Bayern) und Ammerland (Niedersachsen). Bei dem Ammerländer soll es sich um einen 42-Jährigen aus Bad Zwischenahn handeln.

Bei dem geständigen Mann handelt es sich laut „Spiegel“ um den Mann aus dem Berliner Umland. Die Bundesanwaltschaft ermittelt außerdem noch gegen einen fünften Beschuldigten, zu dem keine weiteren Angaben gemacht wurden.

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