Hannover Der Leiter einer Grundschule ist mit seiner Klage auf Freizeitausgleich für Überstunden vor dem Verwaltungsgericht Hannover gescheitert. Er habe nicht hinreichend plausibel erklärt, wie sich die von ihm angegebene Arbeitszeitüberschreitung zusammensetzt, teilte die Kammer am Dienstag mit.

Der Rektor hatte sich auf eine von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Auftrag gegebene Arbeitszeitstudie der Universität Göttingen berufen, die für ihn im Jahr 2016 eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 53 Stunden ermittelt hatte. Dabei waren die Ferienzeiten schon berücksichtigt.

Das Gericht traf keine Aussage darüber, ob und in welchem Umfang Lehrkräfte in Niedersachsen über ihre regelmäßige Arbeitszeit hinaus dienstlich in Anspruch genommen werden können. Die GEW hatte den Schulleiter aus Hannover bei seiner Klage unterstützt. Sie kündigte nach dem Urteil vom Dienstag an, in Berufung zu gehen.

Auf Grundlage der Göttinger Studie von 2016 hatten Experten im Auftrag des Kultusministeriums die Arbeitszeit der Lehrkräfte vor zwei Jahren erneut analysiert. Demnach arbeiteten vor allem viele Teilzeitkräfte mehr als 48 Stunden in einer Woche. Dabei gilt für Lehrkräfte wie auch für andere Beamte im Landesdienst die 40-Stunden-Woche.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.