Hannover /Oldenburg Die wegen der Corona-Pandemie befürchtete Pleitewelle bei den Landgasthöfen könnte nach Auffassung des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Niedersachsen für das tourismusstarke Bundesland fatale Folgen haben. „Wenn die Landgastronomie wegfällt, bricht auch die touristische Infrastruktur zusammen“, sagte die Dehoga-Geschäftsführerin Renate Mitulla.

Der Verband rechnet damit, dass in der nächsten Zeit wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie 7000 Betriebe im Bundesland schließen werden. „Der größte Teil davon sind Landgasthöfe und getränkeorientierte Betriebe wie Diskotheken und Bars“, sagte Mitulla.

Das kann Hartmut Meyer bestätigen, der als Unternehmensberater für die Dehoga Niedersachsen Gastronomen in der Krise berät. Von den 60 Mandanten, die er zurzeit unterstütze, seien 35 Landgasthöfe. Im Nordwesten fehlen besonders ab Mitte November wichtige Einnahmen. Das erläutert Hildegard Kuhlen, Geschäftsführerin des Dehoga-Bezirksverbands Weser-Ems: „Normalerweise finden hier Weihnachtsfeiern, Hochzeiten und speziell im Oldenburger Land auch Kohlfahrten statt.“ Für den gesamten Winter sehen die Prognosen aber schlecht aus. Sonst ausgebuchte Säle bleiben dicht. Deswegen hätten Gasthöfe mehr Probleme als Restaurants mit ihren Lieferdiensten.

Christoph Tapke-Jost Redakteur / Newsdesk
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