Hannover /Oldenburg Am 31. Oktober soll es zum Brexit kommen und das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union (EU) austreten. Um Bürgerinnen und Bürger in Deutschland bei Fragen in Bezug auf den Brexit zu helfen, hat das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung seit 1. März diesen Jahres eine Brexit-Hotline eingerichtet.

Dieses Angebot sollte ursprünglich nur zwei Monate freigeschaltet sein, da sich der Brexit allerdings verschoben hat, können sich Bürger noch bis Ende des Jahres dort melden, sagt Pressesprecher des Ministeriums, Olaf Reichert.

Besonders hoch waren die Anruferzahlen zum März, als der eigentliche Brexit bevorstand, danach wurde es ruhiger. „Ein bis zwei Anrufer pro Tag“, erläutert Reichert, „es wird aber wieder zunehmen, je näher der Brexit rückt“. Insgesamt haben sich in diesem Jahr bis Ende Juli 511 Bürgerinnen und Bürger bei der Brexit-Hotline gemeldet. Im August waren es bisher nur zwei, sagt Sigrid Ortmann vom Service-Center der Stadt Oldenburg, wo die Anrufe der Brexit-Hotline entgegen genommen werden. Trotzdem wird der Service weitergeführt, damit, wenn sich „etwas tut“, die Bürgerinnen und Bürger eine Anlaufstelle haben, versichert Ortmann.

Britinnen und Briten die derzeit in Deutschland leben, entscheiden wiederum verstärkt, sich einbürgern zu lassen. Laut einer aktuellen Stichprobe des Ministeriums erreichten die Zahlen der Einbürgerungen einen neuen Höchststand. Während in Emden sich die Zahlen lediglich von jeweils zwei in den vergangenen beiden Jahren auf vier im ersten Halbjahr 2019 erhöht haben, stieg die Zahl in Oldenburg von 54 im letzten Jahr auf 114 im ersten Halbjahr diesen Jahres. 2017 waren es lediglich 21 Britinnen und Briten, die eingebürgert wurden.

Damit setzt sich laut dem Ministerium ein Trend fort, der 2016 – dem Jahr des Brexit-Referendums – einsetzte. 2015 hatten sich landesweit lediglich 63 Personen britischer Herkunft in Niedersachsen einbürgern lassen. 2016 waren es 295 und 2017 bereits 672. Die Einbürgerungszahlen für das Jahr 2018 bestätigen das hohe Niveau. 580 Britinnen und Briten wurden in diesem Jahr eingebürgert

Soeke Heykes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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