Hannover Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) sorgt sich, dass der Bauernprotest in Deutschland radikaler werden könnte. Die Wortwahl führender Köpfe hinter der Bauernbewegung „Land schafft Verbindung“ stimme sie nachdenklich, sagte Otte-Kinast der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag): „Natürlich habe ich Angst, dass das zu radikal wird. Dass es in diese Richtung geht, zeigen ja Wortmeldungen in Netzwerken.“

In Videobeiträgen hatten Organisatoren der Protestbewegung dem Blatt zufolge beispielsweise erklärt: „Entweder wir sterben, oder wir wehren uns.“ „Wenn ‘Land schafft Verbindung’ so weitermacht, erreicht die Bewegung genau das Gegenteil davon, was der Name besagt: nämlich keine Verbindung, sondern Spaltung“, erklärte Otte-Kinast. In der Debatte um Landwirtschaft brauche es „einen Klimawandel in unserer Gesprächskultur“.

Otte-Kinast betonte, der Bauernprotest habe „alle wach gerüttelt: Politik und Bevölkerung. Jeder hat verstanden, dass es Probleme gibt.“ 2020 werde sich entscheiden, wie die Landwirtschaft umgebaut werde. „Dabei müssen wir aufpassen, dass das gelingt und nicht im Komplettabriss endet.“ Otte-Kinast hat zum 10. Januar Vertreter aus Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und Politik zum Austausch in ihr Ministerium geladen. Auch „Land schafft Verbindung“ soll teilnehmen.

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