Hannover /Bremen 5102 Bewerber auf 1143 Studienplätze: So sah die Quote für einen Direkteinstieg in das dreijährige Bachelor-Studium bei der Polizei in Niedersachsen nach Angaben der Polizeiakademie im vergangenen Jahr aus. Gut 81 Prozent der Bewerber hatten Abitur oder eine andere Hochschulzugangsberechtigung. Die Polizei bietet Bewerbern mit Realschulabschluss mit dem Ziel der Fachhochschulreife aber auch eine Qualifizierung über einen zweijährigen Besuch der Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung sowie ein Praktikum an.

K.-o.-Regel bei den Tests

Vor der Ausbildung steht aber die Auswahl mit verschiedenen Testmodulen. Es gilt die K.-o.-Regel: Sollte ein Testabschnitt nicht bestanden werden, scheidet der Bewerber an der Stelle aus. Zunächst einmal muss aber eine Körperlänge von 1,63 Meter gegeben sein. Wer diese unterschreitet, muss in einem Extramodul nachweisen, „dass die geringe Körperlänge nicht zu einer Beschränkung bei der Aufgabenbewältigung im Polizeivollzugsdienst führt“, so die Polizeiakademie Niedersachsen auf ihrer Internetseite. Die zweite Hürde ist ein computergestützter Eignungstest, bei dem laut Sara Haack von der Polizeiakademie etwa 50 Prozent der Teilnehmer scheitern, gefolgt von einem Sporttest, einem Interview und einer polizeiärztlichen Untersuchung.

Im Bundesland Bremen wurden 2019 etwa 80 Prozent der 2304 Bewerber um die 205 Plätze zum Auswahlverfahren eingeladen. Unter dem Strich absolvierten es nur 16 Prozent aller Bewerber erfolgreich. Danach entschied die erreichte Punktezahl bei der polizeiärztlichen Untersuchung darüber, wer eingestellt wurde.

Eine harte Auswahl. Warum der Job des Polizisten für junge Menschen so attraktiv zu sein scheint? Die Bremer Polizei sieht vor allem die Vielfältigkeit als einen Grund: „Von der Wasserschutz- über die Kriminalpolizei bis hin zur Diensthundestaffel; ob beim SEK, als Mordermittlerin, Profiler oder IT-Spezialist; von der Begleitung von Fußballspielen bis hin zur Verkehrsunfallaufnahme auf Autobahnen bietet kaum ein Beruf so ein breites Aufgabenspektrum und ist dabei auch abwechslungsreich und spannend.“

Gutes Gehalt im Studium

Und der Niedersächsischen Polizeiakademie ist bei den Bewerbungen immer wieder ein Motiv aufgefallen: Das Kriterium einer „sinnstiftenden Tätigkeit“ sei für viele von großer Bedeutung. Die Polizei sei aufgrund der ihr übertragenen Aufgaben und ihrer Rolle innerhalb der Gesellschaft in der Lage, dieses Bedürfnis in besonders hohem Maße zu erfüllen. Und klar: Auch das Gehalt schon während des Studiums (etwa 1135 € netto), die garantierte Übernahme und die Aussicht auf Verbeamtung seien keine schlechten Argumente für die Berufswahl.

Weitere Informationen zur Ausbildung der Polizei unter


     www.polizei-studium.de 

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Florian Mielke Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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