Göttingen /Hamburg Der Mord an dem Generalbundesanwalt Siegfried Buback im Jahr 1977 galt lange als geklärt. Zumindest hatten Gerichte drei Terroristen der Roten Armee Fraktion wegen des Attentats zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt – Knut Folkerts, Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt. Doch 2007 tauchten Zweifel auf, ob die drei Verurteilten auch die Täter sind. Das ehemalige RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock hatte dem Sohn des Ermordeten, Prof. Dr. Michael Buback (Göttingen), gesagt, dass die Verurteilten nicht an der Tatausführung beteiligt gewesen seien.

Der Chemie-Professor stellte selbst Nachforschungen an, was zu einem Prozess gegen das ehemalige RAF-Mitglied Verena Becker wegen Mittäterschaft führte. Wegen Beihilfe zum Mord wurde Becker schließlich 2012 zu vier Jahren Haft verurteilt.

Jetzt ist zum 100. Geburtstag Siegfried Bubacks am 3. Januar 2020 ein neues Buch erschienen, in dem Michael Buback und seine Ehefrau Elisabeth den Prozess gegen Becker protokollieren. Beide nahmen als Nebenkläger an dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Stuttgart teil. Das Buch enthält neben den ausführlichen Angaben zum Becker-Prozess Biografisches zu Siegfried Buback. Außerdem kommen zahlreiche Details aus den Ermittlungen wegen des Attentats zur Sprache.

Die Buchpremiere mit den Autoren Michael und Elisabeth Buback findet statt an diesem Mittwoch, 8. Januar, 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Sankt-Paulus-Kirche Öjendorfer Weg 10, Hamburg-Billstedt. Moderiert wird die Veranstaltung vom Verleger Wolf-Rüdiger Osburg.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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