Hannover /Schortens Der niedersächsische Landtag soll die Landesverfassung ändern, um den besonderen Schutz des Niederdeutschen und des Saterfriesischen darin zu verankern. Dazu hat die FDP einen Gesetzentwurf vorgelegt, der der NWZ vorliegt.

Die Liberalen begründen die Initiative mit der sinkenden Zahl der Sprecher. „Um das Niederdeutsche vor dem Aussterben in seinem Stammland zu bewahren, muss die Förderung und der Schutz als regionale Sprache im Sinne der Europäischen Sprachencharta eine unerlässliche Verpflichtung sein“, heißt es in der Begründung des Gesetzentwurfs.

Da es sich um eine Verfassungsänderung handelt, ist eine Zweidrittelmehrheit im Landtag notwendig. Der Innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jan-Christoph Oetjen, sagte der NWZ, er hoffe, der Vorschlag werde auch von den anderen Parteien im Landtag getragen. Oetjen: „In der Regel haben wir beim Thema Plattdeutsch da zwischen den Parteien auch wenig Dissens.“

Der Schutz des Niederdeutschen durch die Verfassung sei für die Politik eine noch stärkere Verpflichtung, Regionalsprachen zu fördern. Dies solle nach Vorstellungen der Liberalen vor allem an den Schulen intensiviert werden.

Der Vorstoß geht auf einen Vorschlag des FDP-Bezirksverbandes Oldenburg bei einem Landesparteitag zurück. In Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein ist das Niederdeutsche bereits in die Verfassung aufgenommen.

Dr. Alexander Will
Leiter Newsdesk
Politikredaktion

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