Berlin /Frankfurt Hunderttausende Eltern können erstmal aufatmen: Der Kita-Streik geht nach vier Wochen zu Ende – spätestens am Montag sind die Erzieher wieder für die Kinder da. Arbeitgeber und Gewerkschaften vereinbarten am Donnerstag eine Schlichtung, nachdem die Tarifverhandlungen für kommunale Kita-Erzieher und Sozialarbeiter gescheitert waren.

Für „Verdi“ schlichtet der frühere Oberbürgermeister von Hannover, Herbert Schmalstieg (SPD), die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) schickt den früheren sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt (CDU) in die Schlichtung. Die Schlichter müssen spätestens bis 11. Juni erstmals getagt haben und bis 18. Juni einen Vorschlag vorlegen. Damit greife eine Friedenspflicht, sagten die Verhandlungsführer Thomas Böhle (VKA) und „Verdi“-Chef Frank Bsirske in Berlin.

Trotzdem plant die Gewerkschaft weitere Proteste. „Wir werden die Auseinandersetzung aufnehmen, um die Aufwertung der sozialen Berufe zu erreichen“, sagte Bsirske nach einer Tagung von rund 300 Delegierten in Frankfurt. Geplant sind Aktionen außerhalb der Arbeitszeit. Die Gewerkschaften fordern für die kommunalen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst im Schnitt zehn Prozent mehr Geld.

Bei Erziehern und Sozialarbeitern stieß die Schlichtung auf Kritik. Eine Sozialarbeiterin aus Lehrte bei Hannover sagte in Frankfurt: „Wir waren vier Wochen auf der Straße und fragen uns jetzt: wofür?“ Auf einem Plakat warfen Delegierte der Gewerkschaft „Wortbruch“ vor.

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